Ballet Don Quixote

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Juni 2023
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Der jahrhundertelang währende Dialog zwischen dem spanischen Volkstanz und dem Bühnentanz der Hochkultur fand in dem 1869 in Moskau uraufgeführten Ballett Don Quixote seinen Höhepunkt. Der Franzose Marius Petipa hatte sich für sein Ballett durch Episoden aus dem legendären Roman von Cervantes anregen lassen. Die Musik komponierte der Österreicher Ludwig Minkus. Im Osten seit der Uraufführung ein Fixpunkt im Repertoire, fand Don Quixote im Westen erst nach der 1966 an der Wiener Staatsoper erfolgten Einrichtung durch Rudolf Nurejew Eingang in die internationalen Spielpläne. Von Wien ging das Ballett in die Welt und kehrte nach einer längeren Absenz nun wieder in das Haus am Ring zurück.

 

Inhaltsangabe

Prolog. Im Hause von Don Quixote Der Landedelmann Don Quixote hält sich für einen tapferen Ritter, wie sie in dem von ihm mit Leidenschaft verschlungenen Romanen vorkommen. In seinen Träumen erscheint ihm Dulcinea, Heldin dieser Erzählungen, als seine Auserwählte. Doch sein Nachbar Sancho Pansa, verfolgt von Dienerinnen, denen er ein Huhn gestohlen hat, stört seine Träume. Don Quixote macht Sancho zu seinem ritterlichen Begleiter, und zusammen brechen sie auf, die Welt zu erobern. 


Erster Akt.  Ein großer Platz in Barcelona Kitri, die Tochter des Wirtes Lorenzo, sucht in der Menge nach ihrem Geliebten, dem Barbier Basil. Ihr freudiger Tanz wird von Lorenzo unterbrochen, der Basil als zukünftigen Schwiegersohn ablehnt, weil er Kitri mit dem reichen und adeligen Gamache verheiraten möchte. Kitri weist diesen jedoch energisch ab. Die Ankunft von Don Quixote und Sancho Pansa beendet ihren Disput. Lorenzo bietet dem Ritter seine Gastfreundschaft an und lädt ihn in seine Herberge ein. Sancho Pansa, der sich etwas zu eifrig um einige junge Damen kümmert, wird von mehreren Burschen attackiert, bis ihm Don Quixote schließlich zu Hilfe eilt. Galant bietet er seinen Arm zu einem Menuett. Gamache ist wütend. Kitri und Basil nutzen die Verwirrung, um zu fliehen. 


Zweiter Akt. 1. Szene: Zigeunerlager Kitri und Basil finden Zuflucht in einer Windmühle. Sie werden von Zigeunern überrascht, die sie berauben wollen. Sie merken jedoch sehr schnell, dass die beiden arm sind und versprechen sich eine größere Beute bei Lorenzo und Gamache, die inzwischen das Versteck von Kitri und Basil entdeckt haben. Don Quixote und Sancho Pansa erscheinen ebenfalls. Die Zigeuner werden zu Komplizen der Verliebten. Sie versuchen, Don Quixote gegen Lorenzo und Gamache aufzustacheln. Zu diesem Zweck bauen sie ein Puppentheater auf, wo sie die bedrohte Liebesbeziehung zwischen Kitri und Basil szenisch darstellen. Von dem Spiel mitgerissen, will Don Quixote den Verliebten zu Hilfe eilen und zerschlägt das Theater. Unvermittelt steht Don Quixote vor der Windmühle. In dem Glauben, mit einem gigantischen Feind konfrontiert zu sein, greift er an, wird aber von den Flügeln fortgerissen und zu Boden geworfen. Als Gespenster verkleidet, versuchen die Zigeuner dem Ritter Schrecken einzujagen. Kitri und Basil gelingt erneut die Flucht. 
2. Szene: Der Traum von Don Quixote Don Quixote, verwundet und halb ohnmächtig, träumt, dass man ihn als Belohnung für seinen Mut und seine Treue in einen Zaubergarten gebracht habe. Die Königin der Dryaden führt ihn zu Dulcinea, der er seine Liebe gesteht. Aber der Traum entschwindet. 


Dritter Akt. 1. Szene: Eine Taverne Kitri und Basil, glücklich, ihren Verfolgern entronnen zu sein, feiern dies mit einigen Freunden in einer Taverne. Aber Lorenzo, Gamache, Don Quixote und Sancho Pansa folgen ihnen auf dem Fuß. Lorenzo ist fest entschlossen, Kitri mit Gamache zu verheiraten. In seiner Verzweiflung täuscht Basil einen Selbstmord vor. Kitri fleht den Ritter um Hilfe an. Dieser zwingt Lorenzo, Kitri mit dem "Sterbenden" zu vereinigen. Kaum jedoch hat der Vater seinen Segen gegeben, erhebt sich Basil fröhlich. Gamache, empört über dieses Spiel, fordert Don Quixote zum Duell heraus und wird dabei besiegt. 
2. Szene: Die Hochzeit Während Kitri und Basil ausgelassen ihre Hochzeit feiern, brechen Don Quixote und Sancho Pansa zu neuen Abenteuern auf.

Programm und Besetzung

Musikalische Leitung: Robert Reimer
Choreographie: Rudolf Nurejew
Musik: Ludwig Minkus arrangiert von John Lanchbery
Bühne und Kostüme: Nicholas Georgiadis
Licht: Marc Anrochte
Einstudierung: Florence Clerc

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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