Die lustige Witwe

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Zum Ausklang des Jahres 1905 feierte "Die lustige Witwe" Uraufführung im Theater an der Wien und trat damit ihren Siegeszug um die ganze Welt an: In kurzer Zeit folgten Aufführungen in Hamburg und Berlin, in London und am Broadway. "Die lustige Witwe" gehört zu den meistgespielten Operetten überhaupt.

 

Hanna und Danilo wurden zu Vorbildern der großen Hollywood-Liebespaare, waren sie doch aufregend neu: Hanna Glawari als moderne Frau, ausgestattet mit einem frechen Mundwerk und einer Direktheit, die ihrer Eleganz und Weltläufigkeit keineswegs widerspricht; Danilo als Lebemann, der nach dem Verlust seiner großen Liebe ohne Perspektive und Aufgabe seine Tage im Maxim verlebt. Ihr Spiel von Anlocken und Vonsich-Stoßen bringt die beiden stolzen Dickschädel beinahe ein zweites Mal um das große Glück.

 

Marco Arturo Marellis Inszenierung befreit die Geschichte im Spannungsfeld zwischen persönlichen Hoffnungen und den Erwartungen der Gesellschaft von übermäßigem Kitsch. Die Charaktere, allen voran die beiden Liebenden Hanna und Danilo, lösen sich aus ihren Klischees und werden zu Menschen aus Fleisch und Blut – und das alles bei richtiger Komik abseits billiger Pointen.


Werkbeschreibung


"Alles, was wir lesen, schreiben, denken, plaudern und was für moderne Kleider unsere Empfindungen tragen, das tönt in dieser Operette", beschrieb Felix Salten das Phänomen "Lustige Witwe". Im Mittelpunkt stehen die beiden stolzen Dickschädel Hanna Glawari und Danilo Danilowitsch, deren Spiel von Anlocken und Von-sich-Stoßen sie beinahe um die große Liebe bringt, bis sie einander im "Lippen schweigen" wortreich gestehen, dass Liebe in Worten nicht ausgedrückt werden kann. Ihnen gegenüber steht das zweite Paar: Valencienne, verheiratete Baronin Zeta, und ihr geliebter Camille de Rossillon, der mit dem Verweis "Ich bin eine anständ'ge Frau" verzweifelt in die Schranken gewiesen wird - auch dies ein Spiel zwischen dem Traum von stiller Häuslichkeit und dem Ausbrechen aus eben dieser. Zumindest Hanna und Danilo ist ein Happy End beschieden, das ganz nebenbei auch noch der Staatsräson dient, verhindert es doch den drohenden Bankrott des Fantasie-Kleinstaats Pontevedro.
 

Programm und Besetzung

Regie und Bühnenbild: Marco Arturo Marelli
Kostüme: Dagmar Niefind
Choreographie: Renato Zanella

Volksoper Wien

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bahnlinie U6
Straßenbahnen 40, 41, 42
Bus 40A
Haltestelle „Währinger Straße / Volksoper“

Ein Taxistandplatz befindet sich am Währinger Gürtel.
Parkgaragen im WIFI und im AKH

 

Die Volksoper ist Wiens großes Haus für Operette, Oper, Musical und Ballett, das anspruchsvolle musikalische Unterhaltung bietet. Farbig, vielschichtig und lebensfroh widmet sie sich als einziges Wiener Haus dem Genre Operette.

Zwischen September und Juni stehen in knapp 300 Aufführungen rund 35 verschiedene Produktionen auf dem Programm des 1.337 Plätze fassenden Repertoiretheaters. Von der „Zauberflöte“ bis zu „Turandot“, vom Musical „My Fair Lady“ bis zum Ballett „Ein Sommernachtstraum“ reicht dabei das Repertoire der Volksoper Wien. Nicht zu vergessen Operettenklassiker wie „Die Fledermaus“, „Die lustige Witwe“, „Die Csárdásfürstin“ oder „Ein Walzertraum“.

Im September 2007 übernahm Burgschauspieler Robert Meyer die Direktion der Volksoper. Nachdem viele seiner Vorgänger das Haus frühzeitig verlassen haben, hat Robert Meyer mit der Zusicherung, er würde ein Langzeitdirektor, das Vertrauen von Publikum, Ensemble und Mitarbeitern gewonnen. Rasch konnte er die Volksoper wieder als das Musiktheater Wiens positionieren, indem Unterhaltung gepaart mit größter künstlerischer Qualität geboten wird.

Bereits im ersten Jahr seiner Direktion gelang es dank seiner Popularität und mit einem ambitionierten Spielplan, Publikumsschichten zurückzugewinnen, die Auslastung zu erhöhen und die Einnahmen zu steigern. Auch auf dem Gebiet der Stammbesucher konnte ein großer Erfolg verbucht werden: Nachdem ein Jahrzehnt lang die Zahl der Abonnenten stetig zurückging, ist sie in diesem Jahr massiv angestiegen. Auch die Zahl der Wahlabonnenten wurde versiebenfacht.

Besonderes Augenmerk legt Meyer in seiner Programmierung auf die Operette, an deren Aufwertung er arbeitet. Daneben zählen Opern des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, klassisches Musical und Ballett zu den Repertoiresäulen der Volksoper. Mit „Volksoper Spezial“ wurde eine 5. Sparte geschaffen, die Soireen, Kabarettistisches und Parodistisches umfasst und die Bedeutung von Schauspieler-Musiktheater an der Volksoper unterstreicht. Neben Schauspielerkollegen aus Burgtheater, Josefstadt und Volkstheater steht Publikumsmagnet Robert Meyer selbst in zahlreichen Vorstellungen auf der Bühne der Volksoper.

Mit einem kinderfreundlichen Programm, Kinder-Workshops, Ermäßigungen, Kinder-Zyklen, Schulprojekten und Führungen wird Kindern der Zugang zur Welt des Musiktheaters erleichtert.

By Bwag - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34011212
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