Die Puritaner

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Mai 2022 Next
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Zusammenfassung


In England, um 1650, zur Zeit der Machtkämpfe zwischen Oliver Cromwells Puritanern und den königlichen Kavalieren. Unter den mitleidlosen Blicken der Puritaner schreitet König Karl I. zur Hinrichtung.

1. Teil

In Valtons Schloss 

Lord Valton hatte einem seiner Offiziere, Sir Riccardo, die Hand seiner Tochter versprochen. Nun hat Riccardo erfahren, dass Elvira einen anderen liebt. Lord Arturo Talbo. Verzweifelt klagt er seinem Freund, Sir Bruno Roberton, sein Leid. Bruno versucht Riccardo zu trösten und abzulenken.
Elvira erfährt von ihrem Onkel Giorgio, dass er ihren Vater überreden konnte, ihrem Herzen freie Wahl zu lassen; noch heute kann ihre Vermählung mir Arturo stattfinden. Alle Anwesenden feiern die Ankunft des Lords und jubeln dem jungen Paar Elvira-Arturo zu. Lord Valton erklärt, dass er an dem Hochzeitsfest nicht teilnehmen kann, da er eine geheimnisvolle Staatsgefangene, man hält diese Frau für eine Spionin der Stuarts, von der Festung zum Parlament führen müsse. Keiner dürfe die Festung ohne Passierschein verlassen, verkündet er und händigt Arturo einen solchen aus. Während Elvira sich zurückzieht, um für die Hochzeit gekleidet zu werden, und die Übrigen ihr folgen, bleiben die Gefangene und Arturo alleine zurück. Arturo erkennt in der gefangenen Enrichetta, Witwe des hingerichteten Karl I. Da ihr das gleiche Schicksal droht, ist Arturo, als heimlicher Anhänger der Stuarts, sofort bereit, alles zu tun, um sie vor dem Tod zu bewahren.
Als Elvira zurückkommt, bittet sie Enrichetta, sich den Schleier aufzusetzen, damit sie sehen könne, wie er sich ausnehme. Enrichetta tut ihr den Gefallen. Elvira muss noch einmal in ihr Zimmer zurück. Wieder allein mit der Unglücklichen, überredet Arturo Enrichetta – unter dem schützenden Hochzeitsschleier, der ihre Identität verbirgt – zur Flucht. Beim Verlassen des Saales stoßen sie auf Riccardo, der Elvira, seine Angebetete, Arturo nicht kampflos überlassen will. Er fordert ihn zum Zweikampf. Enrichetta wirft sich dazwischen, der Schleier fällt, und Riccardo erkennt sein Missverständnis. Er entschließt sich, froh darüber, dass sich nicht Elvira unter dem Brautschleier befand, die beiden fliehen zu lassen.Die Hochzeitsgesellschaft kehrt in den Saal zurück, entsetzt über die Flucht Arturos und der Gefangenen. Elvira ist wegen der Treulosigkeit, die sie Arturo fälschlicherweise anlastet, fassungslos und verfällt in Wahnsinn.

2. Teil

In Valtons Schloss

Die Kastellbewohner beklagen das Los Elviras. Riccardo berichtet, dass das Parlament Arturo zum Tod verurteilt habe. Elvira zeigt vor Giorgio und Riccardo ihre geistige Zerrüttung. Giorgio vermeint zu wissen, dass eine plötzliche Freude ihr den Verstand zurückgeben kann. Er beschwört Riccardo, Arturo zu retten. Riccardo willigt nach langem Widerstand ein: Nur wenn Arturo mit dem Feind paktierte, solle er sterben.

3. Teil

In einem Wald 

Arturos Liebe zu Elvira hat ihn aus der Verbannung zurückgetrieben. Von Elvira gesungen, ertönt eine Romanze, in die Arturo einstimmt. Als Elvira kommt, erklärt ihr Arturo, um Verzeihung bittend, die Gründe seiner Flucht. Für Momente scheint Elvira ihren Verstand wieder zu besitzen. Als aber Arturos Verfolger sich nähern, verwirren sich ihre Sinne erneut; sie hält das Trommeln der Puritaner für Hochzeitsmusik und glaubt, Arturo wolle sie wiederum verlassen. Die Puritaner bedrohen Arturo. Durch die Todesgefahr für ihren Geliebten erhält Elvira den Verstand zurück. Ein Bote bringt die Nachricht von der Niederlage der Stuarts und der Amnestie für alle Schuldigen. Elvira fällt Arturo in die Arme; in diesem Augenblick stürzt sich Riccardo auf das Paar und erdolcht Arturo.

Programm und Besetzung

Dirigent

Francesco Lanzillotta

Sir Giorgio

Roberto Tagliavini

Lord Arturo Talbo

John Osborn

Sir Riccardo Forth

Igor Golovatenko

Elvira

Pretty Yende

Inszenierung

John Dew

Bühnenbild

Heinz Balthes

Kostüme

José Manuel Vazquez

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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