Melissa Aldana

Tickets kaufen
November 2022
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So

Melissa Aldana gewann als erste Frau seit 1987 im Vorjahr die prestigeträchtige Thelonious Monk Saxophone Competition in Washington D.C.. Dieser Sturm auf eine Männerbastion brachte ihr neben dem Preisgeld auch einen Plattenvertrag mit Concord Records. In der Jury saßen immerhin solche Kapazitäten wie Wayne Shorter und Branford Marsalis.

Die aufstrebende Tenorsaxofonistin ist 24 Jahre alt und stammt aus Santiago in Chile. 2006 kam sie in die USA um am Berklee College Of Music zu studieren. Es hat sich ausgezahlt. Sie zog nach Beendigung ihrer Studien 2009 nach New York und hat dort bereits an solche edlen Venues wie dem Blue Note, der jazz Gallery und im Lincoln Center gespielt.

Schon ihr Großvater und ihr Vater waren Saxofonisten. Letzterer hat 1991, ausgerechnet in dem Jahr, in dem sich auch Chris Potter und Joshua Redman um den Sieg im Bewerb bemühten, teilgenommen. Aldana agiert am Instrument überraschend unsentimental. Ihr harter Ton prädestiniert sie geradezu, die Traditionslinie des klassischen Jazz fortzusetzen.

Die junge Dame hat selbstverständlich ihre eigene Band mit dem hoffnungsvollen Namen The Crash Trio gegründet und setzt nun zum Bildersturm an. Wien heißt sie willkommen!

Programm und Besetzung

Melissa Aldana: Tenor-, Sopransaxophon
Lage Lund: Gitarre
Pablo Menares: Bass
Kush Abadey: Schlagzeug

PORGY & BESS Jazzclub

Das Porgy & Bess (eigentlich Jazz- and Musicclub Porgy & Bess) ist ein Jazzclub in der Riemergasse 11 im 1. Bezirk von Wien. Der 1993 gegründete Club gilt „als wichtigster Jazzveranstalter und Szenetreffpunkt“ der österreichischen Hauptstadt.

Das Programm des Porgy & Bess spricht ein sehr großes Publikum an, etwa 70.000 Gäste im Jahr; entsprechend wird Jazz „sehr pluralistisch verstanden“, und im Programm „auch in Randbereiche, wie elektronische Musik, zeitgenössische Musik und Weltmusik, vorgedrungen.“  Neben zahlreichen internationalen Interpreten, insbesondere aus dem US-amerikanischen Raum, finden auch österreichische Musiker hier eine Auftrittsmöglichkeit. Der Club bietet auch die Bühne für Events, wie etwa die Verleihung des Austrian World Music Award.

Dem Musikwissenschaftler Christian Scheib zufolge ist das Porgy & Bess „gleichzeitig essenziell für die Weiterentwicklung der musikalischen (Jazz-)Wirklichkeit einer Stadt“ und braucht und verbraucht „als Stadtraum schlicht alltäglich Musik“. Es schaffe sich „durch künstlerische Vorlieben, akustische Qualität, Fassungsvermögen und realer Auslastung die notwendige Abgrenzung von anderen Clubs.“ Dabei erlauben die unterschiedlichen Bereiche des Jazzclubs – Bereich vor der Bühne mit Tischen, Galerie im oberen Stockwerk, ein seitlicher Bereich mit einer Bar am Tresen – unterschiedlich intensive Konzentration auf das Konzertgeschehen. Für die Jazzthetik ist das Porgy & Bess sogar ein „Traditionsclub.“

Ähnliche Veranstaltungen