Jazz im Stephansdom

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April 2026
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Hören Sie Karén Asatriáns Jazzmesse PRAYER WHEEL, aufgeführt von einem außergewöhnlichen Doppelchor im Wiener Stephansdom.

Am Gedenktag an den Völkermord an den Armeniern vereinen der Philharmonia Choir Vienna und der Oberstufenchor der Musikschule/Musical High School Salzburg ihre Kräfte, um ein musikalisches Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und interreligiösen Dialog zu setzen.

Die Messe basiert auf der frühchristlichen Liturgie Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei und verbindet die westliche Musiktradition mit orientalischen Klangfarben sowie improvisatorischen Jazz-Elementen. Mantraartige Wiederholungen und die lateinische Sprache verweisen auf buddhistische Gebetsmühlen, die dem Werk seinen Namen geben. Die musikalische Dramaturgie führt von g-Moll zur festlichen Tonart D-Dur.

PRAYER WHEEL für Chor und Jazzquartett ist ein außergewöhnliches Werk. Die Verbindung von östlichen und westlichen Klängen erzeugt eine große Bandbreite an Stimmungen: suggestiv, meditativ, sehnsuchtsvoll, strahlend, feierlich und rhythmisch mitreißend. Seit der Uraufführung 2015 im Konzerthaus Klagenfurt und einer Aufführung bei den Salzburger Festspielen 2016 gilt das Werk als bedeutender Beitrag zur zeitgenössischen geistlichen Musik. Die Aufführung 2026 verleiht dem Werk durch Datum, Ort und großes Ensemble besondere kulturelle und gesellschaftliche Relevanz.

Das Konzert im Stephansdom bildet den glanzvollen Abschluss des Festivals SOUNDS OF ARMENIA, das an den drei vorangegangenen Abenden im Jazzclub Porgy & Bess Literatur und Musik in einen eindrucksvollen Dialog stellte und das reiche kulturelle Erbe Armeniens sowie den ungebrochenen Überlebenswillen seines Volkes zum Ausdruck brachte.

SOUNDS OF ARMENIA

Das Konzert im Stephansdom bildet den Höhepunkt des Festivals SOUNDS OF ARMENIA, das in den vergangenen drei Abenden im Jazzclub Porgy & Bess Literatur und Musik zu einem eindrucksvollen Dialog verbunden hat. Weitere Konzerte:

Di, 21. April 2026, 20:30 Uhr Titiano Hommage an Charles Aznavour
Mi, 22. April 2026, 20:30 Uhr Armenian Spirit
Do, 23. April 2026, 20:30 Uhr Duo Masis & Wolfram Berger Erzählte Heimat gespielte Sehnsucht

Armeniens Rolle im Jazz

Jazz entstand in den USA, entwickelte sich jedoch weltweit. Armenien spielt dabei eine besondere Rolle, da viele Musiker armenischer Herkunft den Jazz international geprägt haben. Sie verbanden Jazz mit armenischer Volks- und Kirchenmusik und schufen so einen einzigartigen Stil.

Da Armenier weltweit verstreut sind und mehr Armenier im Ausland leben als in Armenien selbst, spricht man von der armenischen Diaspora. Viele armenische Jazzmusiker lebten und arbeiteten daher außerhalb Armeniens, vor allem in den USA, Europa und Lateinamerika. Dort konnten sie internationale Jazzszenen nutzen und armenische Traditionen mit westlichem Jazz verbinden. So trugen sie wesentlich dazu bei, die armenische Kultur weltweit bekannt zu machen.

Jazz in Armenien

Jazz gelangte bereits im 20. Jahrhundert nach Armenien. Während der Sowjetzeit war er teilweise verboten, entwickelte sich jedoch weiter, insbesondere in Jerewan. Nach der Unabhängigkeit entstand eine lebendige Jazzszene mit Festivals und internationalen Auftritten.

Programm und Besetzung

Mitwirkende
Philharmonia Choir Vienna
Oberstufenchor des Mozart-Musikgymnasiums / Musischen Gymnasiums Salzburg
Thomas Huber, musikalische Leitung
Rita Movsesian, Gesang
Karén Asatrián, Klavier
Daniel Nösig, Trompete
Uli Langthaler, Kontrabass
Emil Krištof, Schlagzeug

 

Programm und Dauer
Karén Asatrián Jazzmesse Prayer Wheel

90 Minuten, keine Pause

Stephansdom

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