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Killing Carmen

VenueVolksoper Wien
CalendarMo. 21 Dez. 2026 - Sa. 26 Juni 2027
Inhalt / Details

 

Killing Carmen
von Nils Strunk, Lukas Schrenk und Gabriel Cazes

In deutscher, französischer und englischer Sprache mit Übertiteln

„Man hat mich bereits gewarnt, dass ich um mein Leben fürchten müsse“, erklärt Carmen – und kündigt damit im Finale von Bizets „Oper aller Opern“ (wie Nietzsche sie einst nannte) ihr eigenes Schicksal an. Wenige Minuten später ist sie tot, erstochen von dem Mann, der noch kurz zuvor ihr Geliebter war: dem Soldaten Don José. Das Team hinter Killing Carmen – Nils Strunk, Lukas Schrenk und Gabriel Cazes – fragte sich, aus welcher Perspektive diese Oper nach ihren zahlreichen Bearbeitungen (auch popkulturellen) im Laufe des 20. Jahrhunderts noch einmal neu erzählt werden könnte. Die drei außergewöhnlichen Künstler, die sich seit Jahren mutigen und energiegeladenen Neuinterpretationen klassischer Werke widmen, erzählen die Geschichte der Oper weiter: Was geschah nach Carmens Ermordung? Welche Leere hinterließ sie?

Killing Carmen spielt 13 Jahre nach den Ereignissen der Oper: Don José war all diese Zeit inhaftiert und soll nun durch den Strang hingerichtet werden. Am Tag der Abrechnung kehren verschiedene Figuren in Lillas Pastias Schenke zurück und setzen sich mit ihren unterschiedlichen Erinnerungen auseinander: Die eine ist zur Mitwisserin geworden, ein anderer hält noch immer an einer vergangenen Liebe fest, eine Dritte blickt auf ein erfülltes Leben zurück – vielleicht aber nur, weil sie damals nicht „die Auserwählte“ war … Wo stehen die Figuren 13 Jahre später? Und welche Bedeutung haben ihre teils verklärten, farbenfrohen und emotional aufgeladenen Erinnerungen heute noch?

In einer temporeichen Neubearbeitung von Musik und Text verweben Nils Strunk, Lukas Schrenk und Gabriel Cazes Rückblenden und Fortsetzungen miteinander. Bizets berühmte Melodien treffen auf unterschiedlichste Musikstile – von Jazz, Flamenco, Musical und Pop bis hin zu Country, Chanson und vielem mehr. Die Stilisierung der klassischen Carmen zur berüchtigten Femme fatale hat die Rezeptionsgeschichte der Oper entscheidend geprägt. Gleichzeitig birgt sie jedoch stets die Gefahr einer subtilen Umkehr von Täter- und Opferrolle: Ob durch Romantisierung oder Dämonisierung – Carmen wird fast unbewusst eine Mitschuld an ihrem Schicksal zugeschrieben. Doch ist das wirklich die Botschaft, die Bizet und seine Librettisten Halévy und Meilhac vermitteln wollten?

„Frei bin ich geboren, frei werde ich sterben“, verkündet Carmen im Finale des Originals. Stirbt Carmen wegen der Art, wie sie lebt? Und stirbt mit ihr vielleicht auch die Freiheit selbst? Jeder Mensch trägt eine eigene Welt in sich. Wenn ein Mensch getötet wird, stirbt auch diese Welt.

Besetzung

Leitungsteam

Regie: Nils Strunk
Regie: Lukas Schrenk
Bühnen- und Kostümbild: Anne Buffetrille
Bühnen- und Kostümbild: Lara Regula
Lichtdesign: Paul Grilj
Sounddesign: Martin Lukesch

Veranstaltungsort
Volksoper Wien

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bahnlinie U6
Straßenbahnen 40, 41, 42
Bus 40A
Haltestelle „Währinger Straße / Volksoper“

Ein Taxistandplatz befindet sich am Währinger Gürtel.
Parkgaragen im WIFI und im AKH

 

Die Volksoper ist Wiens großes Haus für Operette, Oper, Musical und Ballett, das anspruchsvolle musikalische Unterhaltung bietet. Farbig, vielschichtig und lebensfroh widmet sie sich als einziges Wiener Haus dem Genre Operette.

Zwischen September und Juni stehen in knapp 300 Aufführungen rund 35 verschiedene Produktionen auf dem Programm des 1.337 Plätze fassenden Repertoiretheaters. Von der „Zauberflöte“ bis zu „Turandot“, vom Musical „My Fair Lady“ bis zum Ballett „Ein Sommernachtstraum“ reicht dabei das Repertoire der Volksoper Wien. Nicht zu vergessen Operettenklassiker wie „Die Fledermaus“, „Die lustige Witwe“, „Die Csárdásfürstin“ oder „Ein Walzertraum“.

Im September 2007 übernahm Burgschauspieler Robert Meyer die Direktion der Volksoper. Nachdem viele seiner Vorgänger das Haus frühzeitig verlassen haben, hat Robert Meyer mit der Zusicherung, er würde ein Langzeitdirektor, das Vertrauen von Publikum, Ensemble und Mitarbeitern gewonnen. Rasch konnte er die Volksoper wieder als das Musiktheater Wiens positionieren, indem Unterhaltung gepaart mit größter künstlerischer Qualität geboten wird.

Bereits im ersten Jahr seiner Direktion gelang es dank seiner Popularität und mit einem ambitionierten Spielplan, Publikumsschichten zurückzugewinnen, die Auslastung zu erhöhen und die Einnahmen zu steigern. Auch auf dem Gebiet der Stammbesucher konnte ein großer Erfolg verbucht werden: Nachdem ein Jahrzehnt lang die Zahl der Abonnenten stetig zurückging, ist sie in diesem Jahr massiv angestiegen. Auch die Zahl der Wahlabonnenten wurde versiebenfacht.

Besonderes Augenmerk legt Meyer in seiner Programmierung auf die Operette, an deren Aufwertung er arbeitet. Daneben zählen Opern des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, klassisches Musical und Ballett zu den Repertoiresäulen der Volksoper. Mit „Volksoper Spezial“ wurde eine 5. Sparte geschaffen, die Soireen, Kabarettistisches und Parodistisches umfasst und die Bedeutung von Schauspieler-Musiktheater an der Volksoper unterstreicht. Neben Schauspielerkollegen aus Burgtheater, Josefstadt und Volkstheater steht Publikumsmagnet Robert Meyer selbst in zahlreichen Vorstellungen auf der Bühne der Volksoper.

Mit einem kinderfreundlichen Programm, Kinder-Workshops, Ermäßigungen, Kinder-Zyklen, Schulprojekten und Führungen wird Kindern der Zugang zur Welt des Musiktheaters erleichtert.

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