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Marie Antoinette

VenueVolksoper Wien
CalendarMi. 02 Dez. 2026 - So. 11 Apr. 2027
Inhalt / Details

 

Ballett von Thierry Malandain

Keine Pause

 

„Sie ist eine Statue der Schönheit, wenn sie steht oder sitzt: an Grazie selbst, wenn sie sich bewegt“, schrieb der englische Schriftsteller und Künstler Horace Walpole im 18. Jahrhundert über die legendäre Königin von Frankreich, Marie Antoinette. Diese farbenfrohe Figur aus der französischen Geschichte inspirierte das Ballett des französischen Choreografen Thierry Malandain, das 2019 mit seinem eigenen Ensemble, dem Malandain Ballet Biarritz, in dem Theater uraufgeführt wurde, das Marie Antoinette am 16. Mai 1770 anlässlich ihrer Hochzeit mit Ludwig XVI. eingeweiht hatte: die Opéra Royal Château de Versailles.

Das Leben von Marie Antoinette in Versailles ist das Zentrum von Malandains Ballett, das der Choreograf zur Musik von zwei ihrer Zeitgenossen – Joseph Haydn und Christoph Willibald Gluck – geschaffen hat. Das Stück zeigt ihre Ankunft am Hof, ihren Hochzeitstag, die Eröffnung des Opernhauses mit Jean-Baptiste Lullys Persée – als Ballett innerhalb des Balletts – den gescheiterten Fluchtversuch, der letztlich ihr Verderben bringen sollte, und die berüchtigten Partys und Bälle, die mit der Königin verbunden sind.

In seiner Bewegungsprache vereint Malandains individueller Neoklassizismus auch Tanz-Elemente aus einer anderen Zeit: Er offenbart barocke Gesten, während er gleichzeitig einem kräftigen modernen Stil treu bleibt. In seiner Choreografie stellt Malandain eine Königin dar, die nicht nur im Luxus, Übermaß und in Eitelkeit schwelgte, sondern ihr Leben auch als Spielball anderer – ihrer Mutter, der Hofgesellschaft und der französischen Medien – verbrachte und schließlich in Einsamkeit und Melancholie versank.

Ihre Neigung zu Unterhaltung und Vergnügung wird zum Ausdrucksmittel des Balletts, das Marie Antoinette in ihrer größten Rolle als Königin von Frankreich zeigt: „…aber sie war von einem katastrophalen Schicksal gekennzeichnet“, merkt Malandain an, „denn sie war eine Theaterliebhaberin, aber der Vorhang fiel für immer auf ihre angenehme Komödie mit dem Klang einer Stahlklinge.“

 

Besetzung

Leitungsteam

Choreografie: Thierry Malandain
Musik: Joseph Haydn
Musik: Christoph Willibald Gluck
Bühnen- und Kostümbild: Jorge Gallardo
Lichtdesign: François Menou
Umsetzung Bühnenbild: Chloé Breneur
Umsetzung Kostüme: Karine Prins
Umsetzung Licht: Christian Grossard
Einstudierung: Frederik Deberdt

Veranstaltungsort
Volksoper Wien

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bahnlinie U6
Straßenbahnen 40, 41, 42
Bus 40A
Haltestelle „Währinger Straße / Volksoper“

Ein Taxistandplatz befindet sich am Währinger Gürtel.
Parkgaragen im WIFI und im AKH

 

Die Volksoper ist Wiens großes Haus für Operette, Oper, Musical und Ballett, das anspruchsvolle musikalische Unterhaltung bietet. Farbig, vielschichtig und lebensfroh widmet sie sich als einziges Wiener Haus dem Genre Operette.

Zwischen September und Juni stehen in knapp 300 Aufführungen rund 35 verschiedene Produktionen auf dem Programm des 1.337 Plätze fassenden Repertoiretheaters. Von der „Zauberflöte“ bis zu „Turandot“, vom Musical „My Fair Lady“ bis zum Ballett „Ein Sommernachtstraum“ reicht dabei das Repertoire der Volksoper Wien. Nicht zu vergessen Operettenklassiker wie „Die Fledermaus“, „Die lustige Witwe“, „Die Csárdásfürstin“ oder „Ein Walzertraum“.

Im September 2007 übernahm Burgschauspieler Robert Meyer die Direktion der Volksoper. Nachdem viele seiner Vorgänger das Haus frühzeitig verlassen haben, hat Robert Meyer mit der Zusicherung, er würde ein Langzeitdirektor, das Vertrauen von Publikum, Ensemble und Mitarbeitern gewonnen. Rasch konnte er die Volksoper wieder als das Musiktheater Wiens positionieren, indem Unterhaltung gepaart mit größter künstlerischer Qualität geboten wird.

Bereits im ersten Jahr seiner Direktion gelang es dank seiner Popularität und mit einem ambitionierten Spielplan, Publikumsschichten zurückzugewinnen, die Auslastung zu erhöhen und die Einnahmen zu steigern. Auch auf dem Gebiet der Stammbesucher konnte ein großer Erfolg verbucht werden: Nachdem ein Jahrzehnt lang die Zahl der Abonnenten stetig zurückging, ist sie in diesem Jahr massiv angestiegen. Auch die Zahl der Wahlabonnenten wurde versiebenfacht.

Besonderes Augenmerk legt Meyer in seiner Programmierung auf die Operette, an deren Aufwertung er arbeitet. Daneben zählen Opern des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, klassisches Musical und Ballett zu den Repertoiresäulen der Volksoper. Mit „Volksoper Spezial“ wurde eine 5. Sparte geschaffen, die Soireen, Kabarettistisches und Parodistisches umfasst und die Bedeutung von Schauspieler-Musiktheater an der Volksoper unterstreicht. Neben Schauspielerkollegen aus Burgtheater, Josefstadt und Volkstheater steht Publikumsmagnet Robert Meyer selbst in zahlreichen Vorstellungen auf der Bühne der Volksoper.

Mit einem kinderfreundlichen Programm, Kinder-Workshops, Ermäßigungen, Kinder-Zyklen, Schulprojekten und Führungen wird Kindern der Zugang zur Welt des Musiktheaters erleichtert.

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